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<title>Parlement de Paris</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Parlement de Paris</span></h1>
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<p>Das <b>Parlement de Paris</b> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a></span> <span lang="fr-Latn" style="font-style:italic">parler</span> – sprechen) war ein <a href="K%C3%B6nigreich_Frankreich_(987%E2%80%931792)" class="mw-redirect" title="Königreich Frankreich (987–1792)">französischer</a> <a href="Oberstes_Gericht" title="Oberstes Gericht">Gerichtshof</a> des <a href="Ancien_R%C3%A9gime" title="Ancien Régime">Ancien Régime</a>. Wie die <a href="Parlement" title="Parlement">parlements</a> in den <a href="Historische_Provinzen_Frankreichs" title="Historische Provinzen Frankreichs">französischen Provinzen</a> gehörte es zu den <i>Cours souveraines</i>, die ab 1661 (Beginn der Herrschaft <a href="Ludwig_XIV." title="Ludwig XIV.">Ludwigs XIV.</a>) in <i>Cours supérieures</i> umbenannt wurden. Ihre Aufgabe war es letztinstanzlich Recht zu sprechen. Das Parlement de Paris hatte zudem die <a href="Gesetz" title="Gesetz">Gesetze</a>, <a href="Edikt" title="Edikt">Edikte</a> und <a href="K%C3%B6nigliche_Ordonnanz" title="Königliche Ordonnanz">Ordonnanzen</a> des Königs zu registrieren und ihnen dadurch Rechtskraft zu verleihen. Auch konnte es inhaltlich widersprechen und den König so zwingen, seinen Gesetzesvorschlag zu ändern (<a href="Remonstration" title="Remonstration">Remonstrationsrecht</a>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die <i>Curia in Parlamento</i>, die aus der mittelalterlichen <i><a href="Curia_Regis" title="Curia Regis">Curia Regis</a></i> hervorging, löste sich Mitte des 13. Jahrhunderts von dieser und wurde allmählich selbstständig, um in Form eines spezialisierten Organs mit regelmäßigen Sitzungen Rechtsstreitigkeiten zu beurteilen, dem Parlement, das <a href="Ludwig_IX._(Frankreich)" title="Ludwig IX. (Frankreich)">Ludwig IX.</a> auf der <a href="%C3%8Ele_de_la_Cit%C3%A9" title="Île de la Cité">Île de la Cité</a> im <a href="Palais_de_la_Cit%C3%A9" title="Palais de la Cité">Palais de la Cité</a> einrichtete und das mit einer Verordnung von <a href="Philipp_III._(Frankreich)" title="Philipp III. (Frankreich)">Philipp III.</a> im Jahr 1278 seine erste allgemeine Regelung erhielt. Dabei wurde auch eine Abteilung eingerichtet, die sich mit Fällen befasste, die „aus dem Land, das nach geschriebenem Recht regiert wird“, d. h. Südfrankreich, kamen.
</p>

<p>Ab dem 15. Jahrhundert wurden dreizehn weitere Parlemente eingerichtet, einige von ihnen <a href="Creatio_ex_nihilo" title="Creatio ex nihilo">ex nihilo</a>, andere gingen aus lokalen Institutionen hervor, die manchmal sehr viel angesehener waren, wie der <i>Echiquier de Normandie</i>, oder sehr viel älter, wie die <i>États de Provence</i>. Dennoch behielt das Parlement von Paris, der Gerichtshof des Königs, des letzten Oberherrn, und damit die letzte Instanz, seine herausragende Stellung und wurde oft einfach als „das Parlement“ bezeichnet.
</p><p>1589 gründete <a href="Heinrich_III._(Frankreich)" title="Heinrich III. (Frankreich)">Heinrich III.</a> ein mit dem Pariser Parlement rivalisierendes Parlement in <a href="Tours" title="Tours">Tours</a>, wohin die ihm treu ergebenen Pariser Parlementarier gingen, die später auch <a href="Heinrich_IV._(Frankreich)" title="Heinrich IV. (Frankreich)">Heinrich IV.</a> nach der Ermordung des vorherigen Herrschers unterstützten.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <a href="Erster_Pr%C3%A4sident_des_Parlements_von_Paris" title="Erster Präsident des Parlements von Paris">Erste Präsident</a> <a href="Achille_I._de_Harlay" title="Achille I. de Harlay">Achille de Harlay</a> schloss sich ihm sofort an.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem <a href="Edikt_von_Nantes" title="Edikt von Nantes">Edikt von Nantes</a> wurde 1598 eine Ediktskammer eingerichtet, die über die Anwendung des Edikts urteilte.
</p>

<p>Die Prozessparteien wurden von fast tausend Anwälten und <a href="Amtsanwalt" title="Amtsanwalt">Amtsanwälten</a> vertreten. Das gesamte Personal – Richter, Anwälte und Staatsanwälte – wurde als <a href="Bazoche" title="Bazoche">Bazoche</a> bezeichnet.
</p>

<p>Parlementarier waren Offizielle, die Eigentümer ihrer Ämter waren. Sie waren seit 1497 unabsetzbar und vererbten ihr Amt dank einer jährlichen Abgabe, der <a href="Paulette_(Steuer)" title="Paulette (Steuer)">Paulette</a>, an ihre Erben. Seit 1644 erhielten sie mit dem Amtsantritt den Adelstitel ersten Grades verliehen (soweit noch nicht vorhanden). Im Jahr 1665 legte eine Verordnung den Kaufpreis auf 300.000 <a href="Livre" title="Livre">Livres</a> für einen <a href="Pr%C3%A9sident_%C3%A0_mortier" title="Président à mortier">Président à mortier</a> und 100.000 Livres für einen Conseiller fest. Im 18. Jahrhundert sanken die Preise erheblich. Die juristischen Fähigkeiten der zukünftigen Richter wurden durch eine Prüfung kontrolliert, die von amtierenden Parlamentariern abgenommen wurde. Die Kandidaten waren meist Familienmitglieder, weswegen Zeitgenossen die mangelnde Bildung vieler Kandidaten beklagten. Viele empörten sich auch über die extreme Jugend vieler Ratsmitglieder (es gab Ratsmitglieder mit 19 Jahren) und sogar Präsidenten (ab 20 Jahren). Die Verordnungen von 1660 und 1665 legten das Alter für den Erwerb einer Präsidentschaft auf 40 Jahre fest, auf 27 Jahre für Ratsmitglieder und 30 Jahre für Amtsanwälte. Sie wurden aber kaum angewandt. Die schlechte Qualität vieler Parlementarier führte zu einer hohen Absentismusrate, die durch die langen jährlichen „Ferien“ noch verschärft wurde. Die Erledigung von Fällen dauerte daher extrem lange. Dennoch gab es im Parlement einige herausragende Familien: die <a href="Harlay_(Adelsgeschlecht)" title="Harlay (Adelsgeschlecht)">Harlay</a>, die <a href="Maupeou" title="Maupeou">Maupeou</a>, die Ormesson, die Selve, die Gaudart, die Le Peletier und die Lamoignon.
</p><p>Das Parlement de Paris nutzte jede sich bietende Gelegenheit, seine <a href="Pr%C3%A4rogative" class="mw-redirect" title="Prärogative">Prärogative</a> gegen den <a href="Absolutismus" title="Absolutismus">absolutistischen</a> Anspruch der Könige auszubauen, sie allein wären die <a href="Souver%C3%A4n" title="Souverän">souveränen</a> Inhaber der Staatsgewalt. So kam es am Ende des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a> etwa zur <i><a href="Fronde" title="Fronde">Fronde</a> parlementaire</i>: Im April 1648 traten sämtliche Parlements und mit ihnen das Parlement de Paris in den Streik, nachdem bekannt geworden war, dass ihnen für vier Jahre kein Gehalt ausgezahlt werden sollte. Zwar verbot <a href="Anna_von_%C3%96sterreich_(1601%E2%80%931666)" title="Anna von Österreich (1601–1666)">Anna von Österreich</a>, die Mutter <a href="Ludwig_XIV." title="Ludwig XIV.">Ludwigs XIV.</a>, die für ihren minderjährigen Sohn die <a href="Regentschaft" title="Regentschaft">Regentschaft</a> ausübte, den Angehörigen der Parlements sich zu versammeln, doch die setzten sich darüber hinweg und entwarfen gemeinsam ein Reformprojekt, das ihnen die Oberaufsicht über das Steuerwesen geben sollte. Als der regierende Minister Kardinal <a href="Jules_Mazarin" title="Jules Mazarin">Jules Mazarin</a> daraufhin die Wortführer der Parlements verhaften ließ, brach in Paris ein <a href="Aufstand" title="Aufstand">Aufstand</a> los, der erst endete, nachdem die Regentin den allermeisten Forderungen der Parlements nachgegeben hatte: Die Intendanten wurden abgeschafft, alle Verträge der Steuerpächter wurden neu ausgeschrieben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nachdem Ludwig XIV. 1661 selbst die Regierung übernommen hatte, gelang es ihm, die Parlements niederzuzwingen: Durch <a href="Letters_Patent" title="Letters Patent">lettres patentes</a> vom 24. Februar 1673 nahm er dem Parlement de Paris de facto das Remonstrationsrecht: Nun durfte es Einwände gegen königliche Erlasse nur nach deren Registrierung vorbringen, wenn diese also bereits in Kraft getreten waren.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Parlement de Paris rächte sich unmittelbar nach seinem Tod, indem es sein Testament kassierte und <a href="Philippe_II._de_Bourbon%2C_duc_d%E2%80%99Orl%C3%A9ans" title="Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans">Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans</a> als Regenten für den noch unmündigen <a href="Ludwig_XV." title="Ludwig XV.">Ludwig XV.</a> einsetzte. Dieser gab dem Parlement de Paris sein Remonstrationsrecht zurück.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Folge kam es immer wieder zu Konflikten zwischen dem Parlement von Paris und der Krone. Am 7. Dezember 1770 trat es nach einem Konflikt mit dem König geschlossen zurück.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im April 1771 wurde es daher von <a href="Kanzler_von_Frankreich" title="Kanzler von Frankreich">Kanzler</a> <a href="Ren%C3%A9-Nicolas-Charles-Augustin_de_Maupeou" title="René-Nicolas-Charles-Augustin de Maupeou">René-Nicolas-Charles-Augustin de Maupeou</a> aufgelöst und durch ein neues Parlement ersetzt (13. April 1771), das sich aus Richtern zusammensetzte, die nicht mehr Eigentümer ihrer Ämter waren, sondern Beamte, die vom König ernannt und bezahlt wurden (und normalerweise unabsetzbar waren), wodurch eine schnelle und kostenlose Rechtsprechung ermöglicht wurde. Im Februar 1771 war der riesige Zuständigkeitsbereich des Pariser Parlements durch die Schaffung von sechs <i>Conseils supérieurs</i> in <a href="Arras" title="Arras">Arras</a>, <a href="Blois" title="Blois">Blois</a>, <a href="Ch%C3%A2lons-en-Champagne" title="Châlons-en-Champagne">Châlons</a>, <a href="Clermont-Ferrand" title="Clermont-Ferrand">Clermont</a>, <a href="Lyon" title="Lyon">Lyon</a> und <a href="Poitiers" title="Poitiers">Poitiers</a> zergliedert worden, um den Rechtsuchenden die Justiz näher zu bringen. Das so reformierte Pariser Parlement behielt jedoch allein seine politischen Funktionen (Registrierung der vom Rat des Königs ausgehenden Gesetze und ein geregeltes Remonstrationsrecht).
</p><p>Bei seinem Amtsantritt 1774 setzte <a href="Ludwig_XVI." title="Ludwig XVI.">Ludwig XVI.</a>, der von <a href="Jean-Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Ph%C3%A9lypeaux%2C_comte_de_Maurepas" title="Jean-Frédéric Phélypeaux, comte de Maurepas">Maurepas</a> schlecht beraten wurde, das alte Pariser Parlement (in der Zusammensetzung vor Maupeous Reform) wieder ein. So konnte es seine Opposition gegen königliche Entscheidungen wieder aufnehmen, indem es vorgab, die Interessen der <a href="Nation" title="Nation">Nation</a> (sowie die grundlegenden Gesetze des Königreichs) zu verteidigen und Reformen, insbesondere den <a href="Charles_Alexandre_de_Calonne" title="Charles Alexandre de Calonne">Calonne</a>-Plan, zu blockieren. Diese Blockade jeglicher Reformversuche veranlasste Ludwig XVI. 1788 schließlich zur Einberufung der <a href="Generalst%C3%A4nde_von_1789" title="Generalstände von 1789">Generalstände von 1789</a>.
</p><p>Das Parlement von Paris wurde drei Mal nach <a href="Pontoise" title="Pontoise">Pontoise</a> verbannt: 1652, 1720 und 1753. Im Mittelalter wurde es von 1418 bis 1436 wegen des <a href="B%C3%BCrgerkrieg_der_Armagnacs_und_Bourguignons" title="Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons">Bürgerkriegs der Armagnacs und Bourguignons</a> und der Einnahme von Paris durch <a href="Johann_Ohnefurcht" title="Johann Ohnefurcht">Johann Ohnefurcht</a>, den <a href="Herzog_von_Burgund" class="mw-redirect" title="Herzog von Burgund">Herzog von Burgund</a>, nach <a href="Poitiers" title="Poitiers">Poitiers</a> verbannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Große_Fälle"><span id="Gro.C3.9Fe_F.C3.A4lle"></span>Große Fälle</h2></div>
<ul><li>Im 17. und 18. Jahrhundert: Unterstützung der <a href="Jansenisten" class="mw-redirect" title="Jansenisten">Jansenisten</a>.</li>
<li>1418–1436: Verlegung des Parlements nach Poitiers und Spaltung des Parlements.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>1589–1594: Verlegung des Parlements nach Tours und Spaltung des Parlements.</li>
<li>1594: Ständiger Kampf gegen die <a href="Jesuiten" title="Jesuiten">Jesuiten</a>, der wie 1764 zu ihrer Vertreibung führte.</li>
<li>1643: <a href="Revision_(Recht)" title="Revision (Recht)">Revision</a> des Testaments von <a href="Ludwig_XIII." title="Ludwig XIII.">Ludwig XIII.</a>, um <a href="Anna_von_%C3%96sterreich_(1601%E2%80%931666)" title="Anna von Österreich (1601–1666)">Anne d’Autriche</a> die <a href="Regentschaft" title="Regentschaft">Regentschaft</a> zu übertragen.</li>
<li>1648–1649: <a href="Fronde" title="Fronde">Parlamentarische Fronde</a>.</li>
<li>1652: Verlegung des Parlements nach Pontoise und Spaltung des Gerichts.</li>
<li>1680: <a href="Giftaff%C3%A4re" title="Giftaffäre">Giftaffäre</a>, in der die <a href="Madame_de_Montespan" title="Madame de Montespan">Marquise de Montespan</a> kompromittiert wurde.</li>
<li>Ab 1713: Kampf gegen die <a href="P%C3%A4pstliche_Bulle" title="Päpstliche Bulle">Bulle</a> <a href="Unigenitus_Dei_filius_(1713)" title="Unigenitus Dei filius (1713)">Unigenitus</a> von Papst <a href="Clemens_XI." title="Clemens XI.">Clemens XI.</a></li>
<li>2. September 1715: Revision des Testaments von <a href="Ludwig_XIV." title="Ludwig XIV.">Ludwig XIV.</a>, um <a href="Philippe_II._de_Bourbon%2C_duc_d%E2%80%99Orl%C3%A9ans" title="Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans">Philipp von Orléans</a> die Regentschaft zu übertragen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Im Mai 1720 erhoben sich das Pariser Parlement und die Zeichner des <a href="John_Law" title="John Law">Law-Systems</a><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gegen das Edikt vom 21. Mai 1720, das eine stufenweise Abwertung der Aktien der <a href="Mississippi-Kompanie" title="Mississippi-Kompanie">Mississippi-Kompanie</a> auf 5 000 Pfund angeordnet hatte; das Edikt wurde am 27. Mai für nichtig erklärt.</li>
<li>1749–1758: Affäre um das <a href="H%C3%B4pital_g%C3%A9n%C3%A9ral" title="Hôpital général">Hôpital général</a>. Um die Macht über das Hôpital général behalten zu können, in dem der <a href="Christophe_de_Beaumont" title="Christophe de Beaumont">Erzbischof von Paris</a> gegen den Rat der dem Parlement nahestehenden Direktoren eine Oberin ernennen ließ, organisierte das Parlement eine regelrechte Rebellion, die erst mit dem Attentat von <a href="Robert_Fran%C3%A7ois_Damiens" title="Robert François Damiens">Robert François Damiens</a> beendet wurde.</li>
<li>1753: Verlegung der Grand Chambre des Parlements nach Pontoise; Zerstreuung und Exil der Magistrate der anderen Kammern in der Provinz; schließlich Exil der Magistrate der Großen Kammer in <a href="Soissons" title="Soissons">Soissons</a> (bis zum Herbst 1754).</li>
<li>1764: Ständiger Kampf gegen die Jesuiten, der wie 1594 zu ihrer Vertreibung führte.</li>
<li>22. Mai bis 30. Mai 1786: Urteil gegen <a href="Louis_Ren%C3%A9_%C3%89douard_de_Rohan-Gu%C3%A9m%C3%A9n%C3%A9" title="Louis René Édouard de Rohan-Guéméné">Kardinal de Rohan</a> und die Angeklagten in der <a href="Halsbandaff%C3%A4re" title="Halsbandaffäre">Halsbandaffäre</a>.</li>
<li>1787: Verlegung des Parlements von Paris nach <a href="Troyes" title="Troyes">Troyes</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Erster_Pr%C3%A4sident_des_Parlements_von_Paris" title="Erster Präsident des Parlements von Paris">Erster Präsident des Parlements von Paris</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Jean-Baptiste L’Hermite de Soliers, <i>Éloges de tous les premiers présidents du parlement de Paris depuis qu’il est rendu sédentaire jusques à présent. Ensemble leurs généalogies, épitaphes, armes &amp; blasons, en taille douce dédié à monseigneur le Premier président</i>, chez Cardin Besongne, Paris, 1645 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5597190m/f7">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>François Blanchard, <i>Les presidens au mortier du parlement de Paris, leurs emplois, charges, qualitez, armes, blasons et genealogies, depuis l’an 1331 jusques à present. Ensemble un catalogue de tous les conseillers selon l’ordre des temps &amp; de leurs receptions: enrichy du blason de leurs armes, &amp; de plusieurs remarques concernans leurs familles. Le tout justifié par les registres du parlement, tiltres domestiques, chartes d’église, epitaphes, &amp; autres preuves authentiques</i>, chez Cardin Besongne, Paris, 1647 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5597190m/f111">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li><a href="Voltaire" title="Voltaire">Voltaire</a>, <i>Histoire du parlement de Paris</i>, 1769. (Wikisource)</li>
<li>Auguste-Arthur Beugnot, <i>Les <a href="Olim_(Urkundensammlung)" title="Olim (Urkundensammlung)">Olim</a>, ou Registres des arrêts rendus par la Cour du Roi: sous les règnes de Saint Louis, de Philippe Le Hardi, de Philippe Le Bel, de Louis Le Hutin et de Philippe Le Long</i>, Imprimerie royale, Paris, 1839, Band 1, 1254–1273 (<a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k55460161/f3gallica.bnf.fr">[1]</a>)</li>
<li>Auguste-Arthur Beugnot, <i>Les Olim, ou Registres des arrêts rendus par la Cour du Roi: sous les règnes de Saint Louis, de Philippe Le Hardi, de Philippe Le Bel, de Louis Le Hutin et de Philippe Le Long</i>, Imprimerie royale, Paris, 1842, Band 2, 1274–1318 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5546735s/f3">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>Auguste-Arthur Beugnot, <i>Les Olim, ou Registres des arrêts rendus par la Cour du Roi: sous les règnes de Saint Louis, de Philippe Le Hardi, de Philippe Le Bel, de Louis Le Hutin et de Philippe Le Long</i>, Imprimerie royale, Paris, 1844, Band 3, 1. Teil, 1299–1311 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5549717s/f3">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>Auguste-Arthur Beugnot, <i>Les Olim, ou Registres des arrêts rendus par la Cour du Roi: sous les règnes de Saint Louis, de Philippe Le Hardi, de Philippe Le Bel, de Louis Le Hutin et de Philippe Le Long</i>, Imprimerie royale, Paris, 1848, Band 3, 2. Teil, 1312–1318 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5549190v/f3">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>Charles Desmaze, <i>Le Parlement de Paris: son organisation, ses premiers présidents et procureurs généraux, avec une notice sur les autres parlements de France et le tableau de MM. les premiers présidents et procureurs généraux de la cour de Paris (1334–1859) </i>, Michel Lévy frères libraires-éditeurs, Paris, 1859 (<a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k94531f/f4gallica.bnf.fr">[2]</a>)</li>
<li>Bonneserre de Saint-Denis, <i>Armorial du Parlement de Paris</i>, 1862.</li>
<li>Didier Neuville, <i>Le Parlement royal à Poitiers (1418–1436)</i>, Revue historique, Paris, Librairie Germer Baillière et Cie, Band 6, 3. Jahrgang, Januar–April 1878, S. 1–28 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k18096z/f5">gallica.bnf.fr</a>) und S. 272–314 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k18096z/f276.tableDesMatieres">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>Jules Flammermont, <i>Remontrances du Parlement de Paris au XVIIIe siècle</i>, 1898</li>
<li>Charles-Victor Langlois, <i>Textes relatifs à l’histoire du Parlement depuis les origines jusqu’en 1314</i> (Collection de textes pour servir à l’étude et à l’enseignement de l’histoire), Paris, 1888 (<a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k55615wgallica.bnf.fr">[3]</a>)</li>
<li>Félix Aubert, <i>Histoire du Parlement de Paris de l’origine à François Ier, 1250–1515</i>, Paris, Alphonse Picard et fils, 1894, Band 1: Organisation, compétence et attributions (<a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://archive.org/details/histoireduparlem01aubeuoft/page/n9/mode/2up?view=theaterarchive.org">[4]</a>), Band 2: Procédure (<a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://archive.org/details/histoireduparlem02aubeuoft/page/n7/mode/2up?view=theaterarchive.org">[5]</a>)</li>
<li>Gustave Ducoudray, <i>Les Origines du Parlement de Paris et la justice aux XIIIe et XIVe siècles</i>, Paris, Hachette, 1902, (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k202209z">gallica.bnf.fr</a>)</li>
<li>Édouard Maugis, <i>Histoire du Parlement de Paris de l’avènement des rois Valois à la mort d’Henri IV</i>, Paris, A. Picard, 1913–1916, Band 1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k63081r">gallica.bnf.fr</a>), Band 2 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k630823">gallica.bnf.fr</a>), Band 3 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k63083f">gallica.bnf.fr</a>).</li>
<li>François Bluche, <i>L’Origine des magistrats au Parlement de Paris au XVIIIe siècle</i>, Mémoires publiés par la fédération des sociétés historiques et archéologiques de Paris et de l’Île-de-France, Band 5 und 6, 1953–1954.</li>
<li>Josette Metman, <i>Les Archives du Parlement de Paris. Instruments de recherche manuels et informatisés</i>, in: <a href="Francia_(Zeitschrift)" title="Francia (Zeitschrift)">Francia</a>, Nr. 6, 1978, (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016281,00583.html">BSB</a>)</li>
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<li>André Bossuat, <i>Le Parlement de Paris pendant l’occupation anglaise</i>, Revue historique, Paris, Presses universitaires de France, Band 229, 1963, S. 19–40</li>
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<li>Joël Félix, <i>Les Magistrats du Parlement de Paris, 1771–1790. Dictionnaire biographique et généalogique</i>, Sedopols, Collection <i>Noblesses d'Hier</i>, Paris, 1990</li>
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<li>Nancy Lyman Roelker, <i>One King, One Faith. The Parliament of Paris and the Religious Reformations of the Sixteenth Century</i>, Berkeley-Los Angeles, University, 1996</li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Parlement_de_Paris?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Parlement de Paris</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
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Normdaten&nbsp;(Körperschaft): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/2040225-9">2040225-9</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n50000737">n50000737</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/129759044/">129759044</a></span> </div>
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